Zwei mal Endkampfteilnahme für Geschwister Seher bei den Deutschen

13. März 2018, 14:12 Uhr von Heinz Losert

Zeitungsbericht vom 13.03.2018

In Halle/Saale wurden die Deutschen Winterwurfmeisterschaften ausgetragen. Alle hatten nicht nur mit gefühlten starken Minusgraden zu kämpfen, sondern hatten teilweise noch starke Seitenwinde.

Wie stark der Wurfbereich in Deutschland international gesehen ist, zeigen immer wieder die Medaillenränge bei Europa- und Weltmeisterschaften. Auch dieses Mal waren mit der Vize-Europameisterin Amelie Döbler/ LG Stadtwerke München und Vize-Weltmeisterin Leia Braunagel/SCL Heel Baden-Baden zwei starke Werferinnen in der Klase U20 gemeldet.

Und hier startete auch Jennifer Seher. Ein relativ großes Teilnehmerfeld für so eine Meisterschaft führte für lange Wartezeiten beim Einwerfen, so dass die Athleten die extreme Kälte spürten.

Jennifer Seher begann hochkonzentriert die Vorbereitung auf ihren ersten Wurf. Sie drehte schnell und der Abwurf gelang. Der Diskus flog schön durch die Luft. Dieser Wurf wurde zu einem Befreiungswurf. Nach zwei Jahren, in denen eine Verletzung die andere ablöste unter anderem ein Kapselriss an der rechten Hand, so dass erst seit 2 Monaten wieder normal trainiert werden konnte.

Der Diskus landete bei 46,05 Meter, damit gab es eine neue persönliche Bestleitung und Jennifer Seher war ihrem Ziel, der Endkampfteilname sehr nahe. In den weiteren Würfen des Vorkampfes war Jennifer Seher stabil, konnte sich aber nicht mehr steigern.

Sicher war sie unter den besten Acht im Endkampf, auch wenn es keine weitere Steigerung in der Weite gab, alle Würfe zeigten, dass die alte Stärke von Jennifer Seher wieder da ist. Mit Ruhe und Konzentration gelangen ihr sechs technisch gute Würfe.

Mit dem 6. Platz war Jennifer Seher sehr zufrieden. Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass zwischen Platz 2 und 6 nur gute 2 Meter liegen, das ist im Diskus kein großer Abstand. Es siegte Amelie Döbler mit 51 Metern.

Die Qualifikation zur Teilnahme in der männlichen Klase U18 war Patrick Seher bereits im vorigen Jahr mit 54 Metern als noch M15 jähriger mit dem ein Kilogramm schwerem Gerät gelungen. Jetzt in der U18 galt es sich auf 1,5 Kilogramm schwere Scheiben umzustellen.

Diese Herausforderung gelang Patrick Seher gut. Auch wenn er nicht ganz an die Weite der Winterwurfveranstaltung in Igersheim von 42,54 Meter heran kam, erreichte er mit 41,97 Meter, ebenfalls wie seine Schwester im ersten Durchgang geworfen den Endkampf.

In diesem konnte auch er sich nicht mehr steigern und belegte am Ende den 7. Platz. Für beide gilt, es war ein gelungener Einstand in die Saison 2018 und am kommenden Wochenende bei den Baden-Württembergischen Winterwurfmeisterschaften stehen wieder beide im Ring und möchten ihre Weiten weiter steigern. (hl)

Foto: Geschwister mit dem selben Hobby. Diskuswerfen auf hohem nationalen Niveau. Die Bad Mergentheimer Jennifer und Patrick Seher, die für die LG Hohenlohe/1. FC Igersheim starten erreichten mit dem 6. und 7. Platz bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften ihre gesteckten Ziele.
Bericht: Heinz Losert Foto: Helmut Seher