Deutsche Meisterschaften in den Blockwettkämpfen – Trainernachlese!

09. September 2013, 22:21 Uhr von Thorsten Heß

Es war, wie erwartet, die besondere Erfahrung für Samira Quenzer, Lisa Würkner und Melissa Hofmann. Stellplatzkarten kannte man ja schon, die namentliche Nennung bei allen Laufdisziplinen auch, aber Live-Berichterstattung vom Kugelstoß und Diskuswurf, Kameras, Triangulation der Weiten gab es bisher noch nicht. Und sich an der Startlinie zwischen Landesmeistern aus Hessen, Thüringen oder Brandenburg wieder zu finden war ebenfalls Premiere. Auch war zu erkennen, dass fast alle Mitstreiterinnen aus einer gezielten Vorbereitung nach Markt Schwaben angereist waren, da dieser Wettkampf für sie der Höhepunkt war. Der Ausrichter organisierte sogar einen Einzug der Bundesländerfahnen, die Wettkampforganisation war rund herum absolut meisterlich. Danke an die LG Sempt!!!

Der Trainer wusste im Vorfeld von diesen Einflußfaktoren und hatte allen Athletinnen ein Freispiel zugestanden, also einen Wettkampf ohne Leistungsvorgaben oder -erwartungen, auch weil eine vergleichbare Wettkampfvorbereitung, wie bei der Konkurrenz, nicht möglich war.

Lisa Würkner stellte 2 PBs auf und steigerte sich von ihrem herausragenden Qualifikationswettkampf noch einmal um 19 Punkte, das Ergebnis unermüdlichen Einsatzes und erkennbarem Willen in allen 5 Disziplinen. Der 12.Platz mit Gesamt-PB war der verdiente Lohn.

Melissa Hofmann  blieb ca. 40 Punkte unter ihrer bisherigen Bestleistung, brauchte leider 2-3 Disziplinen um im Wettkampf anzukommen, hatte aber bis auf den Weitsprung keine wirklich schlechte Disziplin. Mit etwas mehr Glück im Diskuswurf hätte sie ihr Qualifikationsergebnis eingestellt.

Samira Quenzer startete mit einer grandiosen Bestleistung über die Hürden in den Wettkampf, hier war sie eine halbe Sekunde schneller als sonst. Doch das Scheitern an den 1.56m im Hochsprung war der Knackpunkt. Der Frust saß tief. Irgendwie war der Stecker gezogen und der Akku lief schnell leer. 100m waren noch in Ordnung, im Weitsprung kämpfte sie sich im dritten noch auf 4,70m, doch für Speer war dann nichts mehr übrig. Der Bewerb wurde nahezu ausgesessen. Der Abstand zur Qualifikationsleistung hätte durch mehr Engagement vielleicht auch nicht mehr verkürzt werden können, aber hier hätte die “B-Note” ja auch gereicht.

Die erste DM ist zum Lernen da. Auch hinterher bleibt das so. Die gemachten Erfahrungen müssen in aller Ruhe verarbeitet werden, dann werden sie zu Sprossen der Erfolgsleiter, auf denen jeder weiter nach oben steigen kann.

TH