Alles ist getan – Hannover kann kommen!

22. August 2012, 8:21 Uhr von Thorsten Heß

Kristin Albert und Tim Nowak haben ihre Wettkampfvorbereitung für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften abgeschlossen. Für Tim geht es am Freitag um 12.30 Uhr mit dem 100m Sprint los, Kristin startet am Samstag um 12.30 Uhr mit den 100m Hürden. Die letzten Trainingseindrücke lassen einen optimistischen Ausblick zu. Kleinere Verletzungen oder Beschwerden sind auskuriert, Form und Belastbarkeit sind auf hohem Niveau, letzte Tests im Training oder Wettkampf sehr erfreulich absolviert und mit den noch anstehenden aktiven und passiven Regenerationsmaßnahmen werden die letzten Puzzleteilchen ins Gesamtbild eingefügt.

Für Kristin Albert geht es im Wettbewerb der U 23 um den persönlichen Rekord. Durch ihre Ausbildung an der dualen Hochschule war viel Eigeninitiative gefordert, denn lange Zeit war nur Training im reduzierten Umfang und alleine durchgeführt möglich. Um so höher ist die erreichte Qualifikation einzuschätzen. In den letzten Wochen konnte sie vermehrt das Vereinstraining wahrnehmen, was in den technischen Abläufen zu einer Stabilisierung auf höherem Niveau als im letzten Jahr geführt hat. Wenn es gelingt, die Schwachstelle rechter Sprungfuß gut durch den Wettkampf zu bringen, dann stehen die Chancen sehr gut, beim wichtigsten Wettkampf eine neue PB zu erzielen. Dass wäre der krönende Abschluß einer schwierigen Saison 2012.

Für Tim Nowak ist die Zielstellung eine ganz andere. Er selbst und alle beteiligten Trainer sehen das Potential die Meisterschaft zu erringen. Die Leistungsentwicklung dieses Jahr ist überdurchschnittlich gewesen, die mit schwereren Gewichten und höherern Hürden erzielte Punktzahl bei den U 20 Meisterschaften liegt rund 250 Punkte vor dem besten Verfolger. Dennoch wird es kein Spaziergang. Jeder Zehnkampf muss erst einmal gekämpft werden. Anders als in Barcelona, wo kein Betreuer oder Trainer an die Wettkampfstätte mitgehen konnte, und der Athlet sich daher voll auf sich und seine Leistung konzentrieren konnte, sind in Hannover die Rahmenbedingungen gänzlich anders. Familie, Freunde, Trainer und Betreuer haben ungehindert Zutritt zu den Wettkampfstätten, in den Pausen können die Athleten sich auf die Tribünen setzen und sind daher weit weniger in ihrem “Tunnel”. Der Athlet zuerst ist hier gefordert diese Einflüsse für sich zu organisieren, aber auch alle Beteiligten sollten ihren Teil dazu beitragen, dem Athlet das Umfeld zu schaffen, dass ihn am ehesten in die Lage versetzt, sein bestes Leistungsvermögen abzurufen.

Das Wetter läßt auch eine deutliche Schwankungsbereitschaft erkennen und mit Regen zur Unzeit fallen gerade die Sprungdisziplinen und auch der Diskuswurf deutlich schwerer. Jeder Athlet ist also gefordert sich im Wettkampf auf den Wettkampf zu konzentrieren, passend zu den Umständen taktisch klug zu handeln und vor Ort das zu tun was nötig ist, denn nach wie vor gilt:

Eine kleinere Wertung als berechnet ist besser als gar keine Wertung.

Die erste Wertung bringt die meisten Punkte.

Im Zehnkampf ist nur die nächste Diziplin wichtig.

Bei Meisterschaften zählt primär der Sieg, die Punkte sind eher nebensächlich.

Abgerechnet wird zum Schluß.

Ich wünsche Kristin Albert und Tim Nowak jeweils den besten Mehrkampf ihrer Laufbahn.

Alles Gute für Hannover!

TH