DM Straßengehen 10km in Gleina

Am 28.09.2019 um 12.00 Uhr fiel der Startschuß für die Senioren für ihre Deutschen Meisterschaften über 10km Gehen/Straße auf der traditionsreichen „Gleinaer Schleife“ in Sachsen-Anhalt. Bei meiner 10km Premiere 2018 hatte ich 1.11,47 Stunden gebraucht um die Ziellinie zu überqueren, dieses Mal wollte ich unbedingt unter 70 Minuten bleiben, obwohl die Vorbereitung allenfalls als „alternativ“ zu bezeichnen war und ich gefühlt mehr Zeit auf der Blackroll verbracht habe als auf der Trainingsstrecke. In einer Art „Höhentrainingslager“ in Oberhof habe ich mit langen Wanderungen im Gelände, Skilanglauf in der „Lotto-Thüringen Ski Arena“ und wenigen Dauerläufen, verbunden mit viel „Dengeln“ auf der Blackroll letztendlich eine Ausgangsbasis geschaffen, die mich ermutigte am Wettkampftag doch noch nach Gleina aufzubrechen und es zu versuchen. Um 12.00 Uhr fiel der Startschuß und im Dickicht der losstürmenden Geher versuchte ich meine ausbaufähige Technik zu verstecken und ein kleines Zeitpolster anzulegen. Doch den wachsamen Augen der Gehrichter entging nichts und so bekam ich schon auf der 2.Runde einen Hinweis meine Kniestreckung deutlicher auszuprägen. Nach zwei weiteren „Kellen“ mit dem Winkelzeichen war es dann soweit, ich hatte einen ersten Antrag, also einen Verweis, hinter meiner Startnummer 45 auf der Verwarnungstafel. Jetzt hieß es Tempo runter Technik hoch, denn bei 3 Anträgen ist Schluss. Bis zur 8. Runde war kein weiterer Antrag hinzugekommen und ich versuchte eine kleine Temposteigerung – sofort kam die Kelle, dieses Mal vom Obmann persönlich, der Gehrichter der alleine disqualifizieren darf. Hinweis oder Antrag? Runde 9 zeigte weiterhin nur 1 Antrag, doch die meisten Geher waren schon im Ziel und ich war fast die einzige „Unterhaltung“ für die Gehrichter an der Strecke. Doch es blieb bei einem Antrag. Knie an Knie mit einem weiteren Senior gelang es über die Runden zu kommen und bei einer Zeit von 1.08,42 Stunden war die Distanz dann geschafft. Die Meldeliste hatte 5 M50 Geher ausgewiesen, kurz vor Start hörte ich es seien nur 4. Um meinen weit aus besseren Kollegen die Ehre zu erweisen standen Petra und ich vor dem Siegertreppchen. Völlig überraschend wurde ich als 3. aufgerufen und durfte Urkunde, Medaillie und Handschlag vom Bürgermeister in Empfang nehmen, und dem anwesenden Sieger gratulieren. Diese Szene ist unten zu sehen. Ein sehr erfreulicher Abschluss eines doch recht unrund gehenden Jahres, der für den AK-Wechsel 2020 neuen Schub verleiht. PB weiter verbessern und vielleicht irgendwann auch mal einen von den „alten Hasen“ herausfordern können sind die Ziele für die Zukunft.

Da geht doch noch was!

TH

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