Nachbetrachtung Länderkampf der U16

23. September 2015, 20:37 Uhr von Thorsten Heß

Die Überraschung war gelungen. Kurz vor dem Einmarsch der Länderauswahlen hatten wir Heuchelheim erreicht, um den Einsatz der Athleten der LG Hohenlohe live mitzuerleben.
Dass es sich nicht um einen üblichen Wettkampf handelte war schnell klar. Musik erschallte und angeführt von Jule, dem Jugendmaskottchen des DLV, liefen die Mannschaften ins Stadionrund ein, nahmen Aufstellung, ließen ihre Schlachtrufe erschallen und sparten nicht mit Beifall für den Ausrichter, die Kampfrichter, und den Sponsor Süwag. Noch einmal faires gegenseitiges Abklatschen, dann aber ging es gleich los. 13 Disziplinen bei den Jungs und Mädels standen an, jede Mannschaft doppelt vertreten. Den Auftakt der LG Athleten machte Matthias Heß im Kugelstoßen. Nach 14.04m im ersten Versuch machte sich die Aufregung und das unbedingte Wollen in den nächsten Versuchen ungünstig bemerkbar. So blieb es beim 4. Platz in dieser Konkurrenz, den allerdings Leo Neugebauer für Württemberg gewann, und mit 15,46m eine großartige neue PB erzielte. Die Jungs hatten in dieser Disziplin also 9 Punkte vorgelegt, die Mädels mussten jetzt nachziehen. Sophie Stumpf kam von Stoß zu Stoß besser in den Wettkampf und erzielte im 5. Versuch mit 12.89m eine klasse Weite und den 2. Platz in der Endabrechnung. Die zweite Vertreterin, Katharina Schiele, kam nicht so richtig hinter ihre Kugel, doch mit 11.70m sicherte sie 2 Punkte für den Verband.
Wenig später dann das Diskuswerfen der Jungs. Hier waren 3 Teilnehmer der U16 DM vertreten. Mit 44m startete Matthias im oberen Bereich seiner lezten Trainingsergebnisse und lag gut im Feld. Im zweiten Versuch segelte der Diskus entlang der rechten Begrenzungslinie und kam gefühlt gar nicht mehr runter. Schließlich landete er knapp innerhalb und als die Weite von 50.43m verlesen wurde war das Erstaunen fast noch größer als die Freude über diese Weite. Im letzten Versuch legte Fabian Frühholz aus Bayern, Endkampfteilnehmer bei den Deutschen in Köln, noch einmal alles in die Waagschale und auch sein Diskus flog bedenklich weit. Seine guten 49.16m bedeuteten den 2.Platz in diesem Wettbewerb. Nick Bundschuh steuerte weiter 2 Punkte für den WLV bei, also 8 Punkte als Vorgabe für die WLV-Mädels.
Mit Jennifer Seher und Sophie Stumpf waren gleich 2 LG Werferinnen vertreten und beide machten ihre Sache sehr gut. Jennifer gewann den Wettkampf sicher, Sophie erzielte mit neuer PB von 37.05m den 3. Platz, also insgesammt 10 Punkte für den WLV.
Hagen Weigand startete in seiner noch neuen Disziplin Dreisprung und konnte die Trainingsfortschritte voll umsetzen und erzielte eine neue PB von 11.37m, und damit einen Punkt für die in Weiß-rot angetretenen Württemberger.
Bei Regen durften dann die Mädels in den Hammerring steigen und hier erkämpfte Jennifer weitere 5 Punkte für den wlv, also insgesammt 11 Punkte bei zwei Starts – klasse.
So ein Länderkampf zwingt hier und da schon einmal zur Improvisation, denn gerade im Hammerwurf fehlten die Besten aus Württemberg wegen der zeitgleich stattfindenden DM im Rasenkraftsport. So kam es, dass Luca Mazzei, Deutscher Meister im Speerwurf, den er auch in Heuchelheim dominierte, seine Premiere im Hammerwurf aufführte. Gemeinsam mit Simon Vogt aus Craislheim wurde er von Lutz Klemm effektiv von Wurf zu Wurf instruiert. Das Ergebnis war der erfreuliche 2. Platz für Simon und der gute 3. Platz für Luca, und damit weitere 9 Punkte für den WLV.
Nachts um 22.19Uhr erreichte uns dann die SMS Gewonnen!!! Am Montag war dann auch ein schöner Bericht auf der WLV-Homepage eingestellt, der die Dynamik des Wettkampfes über alle Disziplinen hinweg sehr schön eingefangen hat.
In einer Verbandsauswahl zu stehen, Leichtathletik als Mannschaftssport zu erleben, eingekleidet zu werden, das hatte schon was. Auch die Landestrainer waren in hoher Zahl vertreten und werteten den Wettkampf dadurch noch einmal auf.
Ich wünsche allen, dass sie mit dieser außergewöhnlichen Erfahrung genügend Energie getankt haben, um ihre sportliche Weiterentwicklung im anstehenden Wintertraining konsequent und beharrlich voran zu treiben. In der U18 gibt es ja traditioneller Weise auch einen Länderkampf, das Brixa Meeting, also Attacke.

TH