Telekom tarifvertrag t10

Die Vereinbarung, die bis zum 20. Januar 2006 den Betriebsversammlungen zur Genehmigung vorgelegt werden sollte, stellt den zweiten nationalen Tarifvertrag für den Telekommunikationssektor dar. Bis vor wenigen Jahren bedeutete das öffentliche Monopol von Telecom Italia (früher SIP), dass die Arbeitsbeziehungen im Kommunikationssektor nur auf Unternehmensebene reguliert werden mussten. In den 90er Jahren jedoch, mit der Privatisierung von Telecom Italia und der Liberalisierung, führte der Markteintritt neuer Akteure sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften zu der Ansicht, dass eine spezifische Regulierung des Sektors notwendig sei. Infolgedessen wurde im Juni 2000 ein erster Tarifvertrag für die Branche unterzeichnet, der als innovativer Einfluss auf die italienischen Arbeitsbeziehungen (IT0003147N und IT0007158F) angesehen wurde. Die Sozialpartner haben sich auch auf eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit geeinigt, die von 38 auf 36 Stunden sinken wird. Die Abschlagszeit – die ab 2019 gilt – wird jedoch nicht auf den Wochenplan angewendet, da die Arbeitnehmer stattdessen 14 Tage bezahlten Urlaub pro Jahr erhalten. Gemäß der Vereinbarung gilt die Arbeitszeitverkürzung auch für Teilzeitmodelle, die innerhalb des Unternehmens existieren. Ein Datum der Umsetzung wurde jedoch nicht vereinbart, und die Verhandlungen sind im Gange. Die Deutsche Telekom unterhält im Rahmen des Europäischen Betriebsrats (EBR) einen intensiven Austausch mit Arbeitnehmervertretern bei Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten.

Der EBR besteht derzeit aus 32 Mitgliedern (neu im November 2016 konstituiert). Sie hat sich seit vielen Jahren als wichtiger Dialogpartner der Deutschen Telekom etabliert und vertritt die Interessen der Mitarbeiter der Deutschen Telekom Gruppe in den EU-Ländern. Aufgrund der in den letzten Jahren vermehrten grenzüberschreitenden Maßnahmen einigten sich die Deutsche Telekom und der EBR 2015 auf eine Probephase, in der ein neuer und effizienterer Informations- und Konsultationsprozess für die EBR-Beteiligung getestet wurde. Im Rahmen der Probezeit wurden Arbeitsgruppen eingerichtet, um komplexe Themen für die Sitzungen des EBR-Ausschusses und der Plenarsitzungen vorzubereiten. Neu ist auch, dass monatlich Telepräsenzsitzungen einberufen werden und der Informationsprozess des EBR jederzeit schriftlich beginnen kann. Die Probezeit wurde 2015 mehrfach bewertet, als positiv bewertet und mit der Unterzeichnung des neuen Vertrages zwischen der Deutschen Telekom AG und dem EBR offiziell beendet. Dieses neue Abkommen ist am 1. Juli 2016 in Kraft getreten und bestimmt die gegenseitige Zusammenarbeit.

Genauer gesagt ist die Lohnskala in zwei gleiche Teile unterteilt; diejenigen in der Hälfte mit niedrigeren Löhnen erhalten die größere Lohnerhöhung von 5,2%, während diejenigen in der oberen Hälfte eine Erhöhung von 4,8% erhalten. Die Lohnerhöhungen werden in zwei Phasen eingeführt, am 1. Mai 2018 und am 1. Mai 2019. Die niedrig bezahlte Gruppe wird ihre Löhne um 3,1 % und dann um 2,1 % erhöhen, während die Löhne der Zweitbeschäftigten um 2,7 % und dann um 2,1 % steigen werden. Das Endergebnis liegt sehr nahe an der ursprünglichen Lohnforderung von Verdi, die Gewerkschaft hat eine Erhöhung um 5,5 Prozent gefordert.

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